1958 Pointer- und Setter Zuchtbuch, Verein für Pointer und Setter e.V.

1 Allgemeine Erscheinung: Die eines sehr eleganten Hundes. Verhältnis der Rumpflänge zur Schulterhöhe etwa 10:8.

2 Kopf: Schädel lang und trocken mit gut betonter Stirnfurche, oval von Ohr zu Ohr, viel Raum für das Gehirn bietend, mit gutausgeprägtem Hinterhauptbein. Der Fang mäßig tief, lang zwischen Augen und Nase, gut belefzt, Lippen aber nicht pendelnt.

3 Auge: Mittelgroß, leuchtend, von sanftem, jedoch intelligentem Ausdruck. Farbe dunkel- bis haselnußbraun, je dunkler, desto besser.

4 Nase: Breit, Nasenlöcher groß und weit auseinander stehend. Sie ist bei Weißschwarzen schwarz, bei den übrigen Farbenschlägen braun bis lederfarben, jeweils in Harmonie zur Farbe des Haarkleides.

5 Behänge: Mäßig lang, tief angesetzt und den Backen anliegend. Die Spitzen der Behänge sollen samtig erscheinen, während derer oberer Teil mit feinem, seidigem Haar bedeckt sein soll.

6 Hals: Mäßig lang, muskulös und trocken; in seiner oberen Linie leicht gebogen. Am Kopfansatz klar geschnitten, nach den Schultern zu stärker und sehr muskulös werdend. Ohne starke Kehlhaut und ohne Wamme abwärts des kehlkopfes, vielmehr elegant und rassig erscheinend.

7 Schultern: Gut schräg liegend, nicht gebunden.

8 Körper: Wirkt länglich, da tiefer auf den Läufen stehend als der Irish- und der Gordon-Setter, Rücken gerade, Lenden leicht gebogen, Hinterläufe kräftig, muskulös und weit gewinkelt.

9 Brust: Brutsbein tief herabreichend, Rippenpartie gut gewölbt, hintere Rippen tief heruntergehend.

10 Läufe und Pfoten: Die Partie von der Hüfte bis zum Sprunggelenk soll lang sein. Sprungelenke kräftig, gut gewinkelt. Vorderarme stark und sehr muskulös; Ellenbogen gut niedergelassen. Pfoten sehr geschlossen und kräftig, wohlgestützt durch die Behaarung zwischen den Zehen.

11 Rute: Deren Ansatz soll in Rückenhöhe liegen. Die Rute soll mittellang und gerade sein und in einer leichten Kurve getragen werden, jedoch ohne Tendenz nach aufwärts. Die Befederung der Rute beginnt etwas unterhalb deren Ansatzes und nimmt bis zur Rutenmitte zu, um dann zur Rutenspitze hin wieder gleichmäßig abzunehmen. Die glänzende Behaarung soll lang, weich und seidig sein, gewellt, jedoch nicht gelockt. Die Rutenspitze darf nicht länger herabreichen als zum Sprunggelenk.

12 Haar: Soll vom Behangansatz abwärts leicht gewellt, lang und seidig sein, was generell auch für das gesamte Haarkleid gilt. Hosen und Vorderläufe bis zum Vorderfußwurzelgelenk gut befedert.

13 Farbe: Weiß mit schwarz, braun, gelb oder orange und auch dreifarbig (weiß mit schwarz und loh). Tiere ohne Platten, jedoch überall getupft (blue-belton oder orange-belton), sind vorzuziehen.

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